Hand trägt Haus

Gemeinsam für Versorgungssicherheit

(vom 29.09.2015)

Der Zweckverband zur Wasserversorgung der Wiesentgruppe und die Stadtwerke Ebermannstadt Versorgungsbetriebe GmbH unterzeichnen einen Kooperationsvertrag. Künftig kann bei Versorgungsengpässen Trinkwasser gegenseitig ausgetauscht werden.

Zur Verbesserung der Versorgungssicherheit hat der Zweckverband zur Wasserversorgung der Wiesentgruppe verschiedene Alternativen zur Kompensation eines Ausfalls der Wasserlieferung geprüft. Der Vorsitzende des Zweckverbandes, der Gößweinsteiner Bürgermeister Hanngörg Zimmermann, hat die Angelegenheit zur „Chefsache“ erklärt und persönlich die Gespräche mit Behörden und benachbarten Wasserversorgern geführt. Zur Ermittlung der wirtschaftlichsten Variante hat das beauftragte Ingenieurbüro eine Vorplanung durchgeführt und eine Vergleichsberechnung erstellt. Nachdem im Juni 2015 die Verbandsversammlung grundsätzlich entschieden hat, eine Verbundleitung mit den Stadtwerken Ebermannstadt zu bauen, wurde am vergangenen Freitag der Kooperationsvertrag genehmigt. Damit kann heute die Unterschrift geleistet werden und die interkommunale Kooperation vollzogen werden.

Zimmermann sieht in den Stadtwerken Ebermannstadt einen kompetenten, zuverlässigen und leistungsstarken Partner. Der Geschäftsführer der Stadtwerke Ebermannstadt, Jürgen Fiedler, bedankt sich für das entgegengebrachte Vertrauen; die Verbundleitung wird der Verbesserung beider Wasserversorgungen dienen. Denn über diese Leitung können beide Wasserversorger Trinkwasser gegenseitig im Bedarfsfall austauschen.

Die Verlegung der Leitung erfolgt zwischen einem Schacht des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Wiesentgruppe in Wohlmuthshüll und dem Hochbehälter Debert in Ebermannstadt. Bis Ende 2016 soll die Inbetriebnahme erfolgen.

Herr Hermann Sebald, der Geschäftsführer des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Wiesentgruppe, bezeichnet die Maßnahme als einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Eigenständigkeit des Zweckverbands.

Zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Wasserversorgern hat der Freistaat Bayern eigens ein Förderprogramm aufgelegt. Dieses soll zur Umsetzung der Maßnahme genutzt werden. Die Antragsunterlagen wurden im Vorfeld in engerer Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt Kronach erstellt und können nunmehr nach Unterzeichnung des Kooperationsvertrages eingereicht werden. Die Förderzusage soll bis Jahresende vorliegen.

Für die Ebermannstädter Bürgermeisterin Christiane Meyer ist der Bau der Verbundleitung ein gutes Beispiel, wie die Bürger von einer interkommunalen Zusammenarbeit profitieren. Beide Wasserversorger versorgen Kunden im Gebiet der Stadt Ebermannstadt. Für Meyer ist Trinkwasser keine Handelsware, sondern unser wichtigstes Lebensmittel.

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von links: Harald Herbach (Stadtwerke Ebermannstadt, Leiter Wasserversorgung), Jürgen Fiedler (Stadtwerke Ebermannstadt, Geschäftsführer), 1. Bürgermeisterin Christiane Meyer (Ebermannstadt), 1. Bürgermeister Hanngörg Zimmermann (Gößweinstein), Hermann Sebald (Zweckverband zur Wasserversorgung Wiesentgruppe, Geschäftsführer) bei der Vertragsunterzeichnung