Hand trägt Haus

Wasserwacht Ortsgruppe Ebermannstadt und EbserMare feiern gemeinsam ihr 50 jähriges Bestehen.

(vom 12.06.2015)

Am 14. Juni 2015 feiern die Wasserwacht Ortsgruppe Ebermannstadt und das EbserMare gemeinsam ihren 50. Geburtstag. 50 Jahre Wasserwacht, das ist vor allem auch 50 Jahre Geschichte des Freibades Ebermannstadt, denn die damalige Eröffnung des Freibades war der Anlass für die Gründung einer Wasserwacht in Ebermannstadt. Die Tatsache, dass Wasserwacht und Stadtwerke dieses Jubiläum zusammen feiern, ist sichtbarer Ausdruck für eine intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit zum Wohle aller Badegäste. Deshalb findet am Sonntag, den 14. Juni 2015, im EbserMare ein großes Jubiläumsfest statt. Die Stadtwerke gewähren freien Eintritt und erwarten zusammen mit der Wasserwacht viele Besucher und Festgäste.


50 Jahre Wasserwacht

Fast auf den Tag genau vor einem halben Jahrhundert fand im Resengörgsaal die Gründungsversammlung statt, zu der der damalige Kreisgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes, Herr Pfeffer, aufgerufen hatte. Das geschah aus einem guten Grund. Die Stadt Ebermannstadt eröffnete schließlich am 26. Juni 1965 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung, unter anderem waren alle Schülerinnen und Schüler der Volksschule Ebermannstadt anwesend, ein modernes und attraktives Freibad am Weichselgarten im Ortsteil Rothenbühl. Das Ziel der Gründung der Ortsgruppe war zum einen die Unterstützung des damaligen Bademeisters Hans Raab bei seiner verantwortungsvollen Aufgabe zum anderen die Hinführung der Bevölkerung zum Schwimmen. Gerade in der Anfangszeit waren auch viele Schwimmkurse für Erwachsene gefragt. Persönlichkeiten wie Karl Theiler, Heinrich Dengler, Adolf Riechelmann, Franz Josef Kraus oder Karl Heinz Jablonski sicherten den kontinuierlichen Aufbau der Ortsgruppe.

Voll Stolz kann der derzeitige Vorsitzende, Raimund Schulik, mit dem gesamten Team seiner Vorstandschaft auf eine intakte Ortsgruppe blicken. So hat sich die Zahl der Mitglieder insbesondere in den vergangenen 15 Jahren äußerst positiv entwickelt. Zählte die Ortsgruppe im Gründungsjahr 22 Erwachsene und 11 Jugendliche, konnten 53 Erwachsene und vier Jugendliche das 25-jährige Jubiläum feiern. Heute, 50 Jahre später, ist die Ortsgruppe dank des ehrenamtlichen Engagements vieler auf 229 Mitglieder stolz, darunter sind 77 Kinder und Jugendliche.

Ihrer ursprünglichen Aufgabe ist die Wasserwacht treu geblieben, was jeder Besucher des EbserMare bestätigen kann. Das Aufgabenfeld der Wasserwacht hat sich jedoch in den letzten Jahren stetig erweitert. So ist die Wasserwacht heute Teil des professionellen Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes und bietet mit ihren Wasserrettern, den Rettungstauchern und der Schnellen Einsatzgruppe SEG eine umfassende Hilfeleistung für die gesamte Bevölkerung.


50 Jahre Freibad Ebermannstadt

Mit einem Sprung vom Dreimeterbrett eröffnete am 26. Juni 1965 der damalige Bürgermeister Paul Lachmayer das lang ersehnte Freibad auf der Badeinsel bei Rothenbühl. Das Freibad entwickelte sich in den Sommermonaten zum Magnet für Ebermannstadt und die umliegenden Gemeinden.

Im Jahre 1970 entschloss sich die Stadt Ebermannstadt zum Einbau einer Wärmepumpe (die zweite überhaupt zu dieser Zeit in Bayern), die das Badewasser auf 23º C erwärmt.

Die geänderten Freizeitansprüche der Besucher in den folgenden Jahren machten einen Umbau notwendig. 1989 begannen die Baumaßnahmen für die Umgestaltung des Freibades zu einem Erlebnisbad. Nach einer Teilfreigabe im Sommer 1990 wurde es im Mai 1991 seiner Bestimmung übergeben. Die vorhandene Wasserfläche mit 844 qm wurde in ein Schwimmerbecken mit 400 qm und ein Nichtschwimmerbecken mit 300 qm aufgeteilt. Das Kinderbecken mit künstlichen Felsen, einer Wasserrutsche und einem Riesenfrosch wurde zu einem Badeparadies für die Kleinsten. Eine Riesenrutsche, ein Wasserpilz, Wasserfontänen und ein Wildbach machten aus dem herkömmlichen Sportbad ein Freizeitbad für Groß und Klein.

Im Jahre 1996 übernahmen die Stadtwerke Ebermannstadt das Freibad. In den folgenden Jahren entstanden eine zusätzliche große Liegewiese, zwei Beach-Volleyball-Plätze, eine Kletterwand sowie ein neuer Spielplatz. Immer wieder wurden kleinere und größere Renovierungen vorgenommen.

Im Jahr 2011 begannen die Arbeiten zur zweiten Generalsanierung des Freibades. Die Stadtwerke hatten sich für unterhaltsfreundliche Edelstahlbecken entschieden. Seit Mai 2012 ist das neue Kinderbecken mit Schiffchenkanal in Betrieb. Gleich nebenan entstand ein Wasserspielplatz mit vielen Sprudelfontänen und Spritzdüsen. Die zusätzliche Breitrutsche erfreute sich von Anfang an großer Beliebtheit.

Im Winterhalbjahr 2012/2013 nahmen die Stadtwerke den zweiten Bauabschnitt der Renovierung und Modernisierung in Angriff. Auch hier ersetzte Edelstahl die ursprünglichen Fliesen des Schwimmer- und Nichtschwimmerbeckens. Das Nichtschwimmerbecken wurde durch viele neue Attraktionen, wie einen Strömungskanal, Massagedüsen, Sprudelliegen, einen kleinen Wasserfall und eine Wasserkanone zu einem Erlebnis- und Relaxbereich. Das Schwimmerbecken blieb in seiner bisherigen Form erhalten. Lediglich die Einstiegstreppe wurde in einer seitlichen Ausbuchtung untergebracht, so dass auch die äußere Schwimmbahn besser nutzbar wird.


Seit Sommer 2013 präsentiert sich das Bad unter dem Namen EbserMare. Mit der Neugestaltung des Eingangsbereiches und des Vorplatzes mit dem vergrößerten Fahrradabstellplatz wurde die Modernisierung im Frühjahr 2014 abgeschlossen.


In all den Jahren war das EbserMare nicht nur eine beliebte Sport- und Freizeitstätte, sondern auch eine Begegnungsstätte. Neben Schwimmwettkämpfen im Rahmen der Miniolympiade und Beachvolley-Turnieren wurden auch Open-Air-Konzerte und Kinoabende veranstaltet. Durchschnittlich 70.000 Besucher pro Jahr verbringen ihre Freizeit im EbserMare.